Nachtrag: Gefängnis Uruguay…
Am Montag, dem 5. Dezember bin ich von einer ganz tollen Kurzreise wiedergekommen und möchte euch davon nun gerne ein wenig berichten. Ziel war Montevideo, die Hauptstadt Uruguays.
Und um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, denn Uruguay hat mich wirklich überrascht!!! Aber fangen wir der Einfachheit halber einfach mal mit ein paar groben Stichpunkten an:
-> Mit dem Schiff gings vom Hafen von Buenos Aires aus nach Colonia, Uruguay
-> Von Colonia aus sind wir mit dem Bus bis in die Hauptstadt Montevideo gefahren
-> Dort angekommen haben wir die ersten Stunden erstmal im Gefängnis verbracht…
-> Danach habe ich Unterschlupf in einem noch nicht eröffneten Hostel gefunden
-> am selbigen Abend machte ich die Beobachtung, dass das Luftgemisch Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff in Montevideo um die Komponente “THC” erweitert ist
-> und am folgenden Tag tanzte ich ca. 4 Stunden durchgehend zu ziemlich fetten Candombe- Jazzfusionen…
… aber gehen wir ein wenig ins Detail:
Die Reise-Crew bestand aus Paula, Juan und mir und Juan, Uruguayo seines Zeichens, war unser großer Joker. Er zeigte uns erst einmal ein altes Gefängnis das zu einer Kunstgalerie ausgebaut wurde. Dort verbrachten wir einige Stunden mit Staunen da dieses Gefängnis ein wirklich sehr beeindruckender Ort ist. Die Fotos geben einen kleinen Eindruck wieder. Eine der Angestellten dort vermittelte mir dann den Kontakt eines Freundes der angeblich gerade ein Hostel in Montevideo eröffnet hat. Wir machten uns dorthin auf die Socken und trafen einen netten jungen US-Amerikaner an, der das Hostel noch nicht einmal eröffnet hatte und sehr überrascht über Gäste zu sein schien. Etwas provisorisch gab er mir aber kurzer Hand den Schlüssel und ich hatte für die vier Tage ein Zuhause.
Die nächsten beiden Tage zeigte uns Juan sehr schöne Ecken von Montevideo und die Abende verbrachten wir tanzend auf Candombe-Konzerten.
Beeindruckend fand ich, dass diese Veranstaltungen sehr friedlich ablaufen. Menschen verschiendenster Art versammeln sich dort, Tanzen Trinken, Feiern und Rauchen seeeeehr viel, aber alle haben ein Lächeln auf dem Gesicht. Plötzlich torkelt ein Besoffener durch die Menge und rempelt ungefähr ALLE an, die ihm auf dem Weg begegnen. Aber alles bleibt friedlich und die Leute tolerieren es… Das hat mich sehr überrascht und war sehr schön anzusehen. Im Unterschied zu Buenos Aires werden in Montevideo allerdings ab halb 12 nachts die Bürgersteige hochgeklappt und man hat als Fußgänger die Straßen für sich alleine.
Und was auch sehr beeindruckend war: Die Uruguayos übertreiben es vollkommen mit dem Mate trinken. Man sieht tatsächlich keinen Menschen auf der Straße der KEINEN Mate dabei hat. Ob alleine, im Pärchen oder großen Gruppen, Mate ist IMMER dabei! Viel viel mehr als in Buenos Aires oder sogar Córdoba.
Den Fotos könnt ihr noch entnehmen, dass wir auch einige Stunden am Strand verbracht haben. Das waren soweit aber die Erlebnisse in den kurzen Tagen in Montevideo, die ich sehr genossen habe.
Viel Spass beim Bildergucken!
Euer Blogvin






























































































































